„Was macht diese Frau hier?“ Das Schreiben eines Benediktiners zum Wunsch der Maria Katharina Sewaldin, ein zurückgezogenes Leben an einem Wallfahrtsort zu führen, gibt Einblicke in weibliche Handlungsspielräume, kirchliche Kontrolle und soziale Ordnung im frühneuzeitlichen Niederösterreich.

Am 19. April 1733 richtet Pater Anselm Gerersdorfer, ein Benediktiner aus dem Stift Seitenstetten (Bez. Amstetten, Niederösterreich), ein Schreiben an seinen Abt Paul de Vitsch.1 P. Anselm, der als Superior am Wallfahrtsort Sonntagberg2 wirkt (Abb. 1), äußert sich darin zur Besetzung einer leerstehenden Wohnung dort. Eine junge Frau wünsche nämlich, am Sonntagberg zu leben und dort den Gottesdiensten beizuwohnen.
P. Anselm führt die Kriterien an, die für den Aufenthalt der Bewerberin am Gnadenort sprechen – gibt aber auch zu bedenken, dass ihre Präsenz für Irritation sorgen könnte. Sie sei noch jung, erst zwanzig Jahre alt, und sie sei den Augen der Wallfahrenden ausgesetzt, was zur Frage führen werde: Was macht diese Frau hier – quid haec femina hic?3
Der Beitrag soll einen Blick darauf eröffnen, ob und wie Frauen im Niederösterreich der Frühen Neuzeit in einer von Männern geprägten klerikalen Gesellschaft ein religiöses bzw. religioses4 Leben abseits des Klosters – etwa als Einsiedlerin – führen konnten,5 und weiterführende Forschungen dazu anregen.
Weibliches Religiosentum ab dem Spätmittelalter
Forschung zum weiblichen Religiosentum im deutschsprachigen Raum behandelt vor allem das Mittelalter, mit einem Fokus auf Ordensfrauen6 sowie adelige Frauen.7 In der Frühen Neuzeit entstanden neue Möglichkeiten für Frauen, ein Leben im Dienst des Glaubens zu führen. Die devotio moderna des Spätmittelalters,8 die eine eigene Beziehung zu Christus höher wertete als Statuen oder Normen, führte zu individuellen Gebetspraktiken. Ausgehend von den Niederlanden, wo sich Frauen in sogenannten Beginenhöfen zusammenschlossen, um gemeinsam, jedoch ohne Ordensregeln oder -gelübde ein geistliches Leben zu führen, bildeten sich ähnliche Formen des Zusammenlebens auch in anderen europäischen Regionen.9 Auch die Dritten Orden boten Frauen die Möglichkeit, als Terziarinnen ohne Gelübde in geistlichen Gemeinschaften zu leben und zu wirken.10
Askese als Befreiung? Das Ideal eines eremitischen Lebens
Die dem christlichen Eremitentum zugrunde liegende Vorstellung, Christus in seinem Rückzug in die Wüste nachzufolgen, geht auf frühchristliche Ideale zurück.11 Als konstitutives Element hierfür galt der ,Rückzug aus der Welt‘, der ein Leben in Einsamkeit bedeuten konnte und mit einem Verzicht auf körperliche Annehmlichkeiten einherging. Formen der Einzelaskese dürften sich in Abhängigkeit von, vor allem aber auch im Zusammenspiel mit religiösen Orden und Gemeinschaften entwickelt haben.12 Ein Anstieg von Praktizierenden stellte die Obrigkeit vor die Aufgabe, die unreguliert lebenden Einzelasketen in die kirchlichen Strukturen zu integrieren.13 Als ,Problem‘ wurden hierbei vor allem die ,Laieninklusen‘ wahrgenommen.14 Inwieweit bei diesen Fragen auch Optionen für Frauen mitverhandelt wurden, ist unklar – der eremitische Weg scheint im frühen Christentum jedenfalls eine Wahl für Männer gewesen zu sein.15
Für das Mittelalter im deutschsprachigen Raum gibt es bis heute wenige Studien zur Einsiedelei,16 aber auch den Versuch, diese Lebensform als bislang in der Forschung vernachlässigten Möglichkeitsraum für Frauen zu deuten.17 Durch die Reformation entsteht in der asketischen Tradition zunächst ein Bruch.18 Zwar kommt das Lebensbild des Eremiten in der Barockzeit wieder auf – ob hierbei auch wieder (Frei-)Räume für Frauen entstehen, ist schwer zu sagen.19 Der Fall der Maria Katharina Sewaldin darf als ein außergewöhnlich gut dokumentiertes Beispiel für das Ringen um eine eremitische Lebensform einer Frau im 18. Jahrhundert gelten.
Einsiedelei am Sonntagberg
Die zentrale Quelle ist das eingangs angeführte Schreiben P. Anselms vom 19. April 1733 an den Abt des Stiftes Seitenstetten (Abb. 2). Der Superior bittet um eine Anweisung, was er auf das Gesuch der Maria Katharina Sewaldin um eine Wohnung auf dem Sonntagberg antworten solle, denn er wolle nicht ohne Zustimmung des Abtes handeln.20
P. Anselm gibt bekannt, dass der Vorsteher der Kartause Gaming ein Empfehlungsschreiben schicken werde, dem er vorgreifen wolle. Denn die junge Frau werde den Augen der Wallfahrenden ausgesetzt sein, die dann ständig fragen würden, was sie hier mache und bei wem sie in Dienst sei.21 In dem Schreiben findet also eine Bewertung des weiblichen Körpers statt. P. Anselm problematisiert die Sichtbarkeit der jungen Frau am Wallfahrtsort.


Maria Katharina Sewaldin kommt selbst nicht zu Wort. Ihr Anliegen und die Argumente für und wider ihr Leben auf dem Sonntagberg werden durch den Filter eines männlichen Geistlichen wiedergegeben. Der Glaubenseifer der Bewerberin wird als Grund für ihren Wunsch genannt, ein Leben an dem Wallfahrtsort zu führen. Um eine Erlaubnis zu erlangen, reicht dieser aber nicht aus. Ökonomische Faktoren hingegen werden ausführlicher besprochen: Maria Katharina habe in der Kartause Gaming ein Vermögen von mehr als 700 Gulden hinterlegt. Aus den Zinsen dieses Vermögens habe sie bisher gelebt und könne auch weiter ihren Unterhalt daraus bestreiten. Zudem erwarte sie eine Erbschaft. Wie der Abt im Fall der Maria Katharina Sewaldin schließlich entschieden hat, ist nicht bekannt.
Weitere Schreiben aus dem Stiftsarchiv Seitenstetten belegen, dass die Einsiedelei bereits zuvor eine regulierte Stelle war. 1691 erlaubte der Passauer Bischof – Österreich ob und unter der Enns waren größtenteils der Diözese Passau zugehörig22 – einen Eremiten aus dem Dritten Orden des hl. Franziskus aufzunehmen, jedoch sollte sein Wohlverhalten überwacht werden.23 Zwei weitere Schreiben potentieller Eremiten sind aus den Jahren 1720 und 1734 erhalten.24 Wohlverhalten als Kriterium für die Besetzung einer Einsiedelei sowie die Bedingung, sich als Mesner oder Lehrer nützlich zu machen, kommen in der Bewertung männlicher Bewerber für Einsiedeleien auch an anderen Orten vor.25
Im Raum Niederösterreich findet sich in der Sekundärliteratur in der Frühen Neuzeit ein mit Maria Katharina Sewaldin vergleichbarer Fall: Die Tertiarin Maria Clara vom hl. Kreuz erbat gemeinsam mit zwei Mitschwestern einen Ort für ihren Aufenthalt in der Nähe von Mödling oder Perchtoldsdorf, aber das Ansuchen wurde abgelehnt.26
Frauen lassen sich auch im Bereich der Sonntagberger Walllfahrtsökonomie fassen. So etwa die 1681 verstorbene Wachskerzlerin Gertrud, die Wachskerzen an die Pilgernden verkaufte.27 In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts tritt Anna Maria Straubin in den Rechnungsquellen des Gnadenorts als Devotionalienankäuferin auf. In dieser Funktion korrespondiert sie mit den Händlern und Händlerinnen, den Boten, sowie den Wallfahrenden.28
Ausblick
Im frühneuzeitlichen Niederösterreich waren Einsiedeleien keine privaten Rückzugsräume, sondern kirchlich regulierte Niederlassungen, die in Wallfahrts- und Dienstleistungsstrukturen eingebunden waren. Die Bewerberinnen und Bewerber um ein Leben dort mussten bestimmte Kriterien erfüllen. Während bei Männern das Wohlverhalten – also der Lebenswandel – sowie die Brauchbarkeit als Mesner oder Lehrer im Fokus gewesen zu sein scheinen, wurden im Fall der Maria Katharina Sewaldin ihre ökonomische Absicherung, ihr junges Alter und damit verbunden ihre Sichtbarkeit für die Wallfahrerenden zur Diskussion gestellt. Geschlecht wirkt also nicht isoliert, sondern verschränkte sich mit Alter, dem ökonomischem Status und der Einsetzbarkeit für diverse Dienstleistungen.29 Die Kontrolle religioser und religiöser Lebensformen innerhalb kirchlicher Strukturen durch männliche Akteure betraf sowohl Männer als auch Frauen.30 Die Präsenz männlicher Einsiedler musste jedoch offenbar unter anderen Voraussetzungen legitimiert werden: Die wahrgenommenen Unterschiede zwischen Männern und Frauen strukturieren die sozialen Beziehungen,31 die offensichtlich stark auf die körperliche Präsenz abgestimmten Regularien müssen – vor allem in Präzedenzfällen – daher stets neu ausgehandelt werden.
Ob die spezifischen Bedenken, die P. Anselm formulierte, verbreitete Deutungen der Anwesenheit junger Frauen an Wallfahrtsorten widerspiegeln, muss offenbleiben. Eine systematische Auswertung weiterer Bewerbungen um Einsiedeleien sowohl von Männern als auch von Frauen könnte deutlich machen, welche Rolle Geschlecht, Alter, sozialer Status und wirtschaftliche Ressourcen bei der Legitimation religiöser Lebensformen abseits des Klosters spielten.
Sabine Miesgang, Sarah Deichstetter und Astrid Breith
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Die hl. Dreifaltigkeit über dem Ybbstal, Detail: Ansicht des Sonntagbergs mit dem Stift Seitenstetten, 1706 (Foto: IMAREAL/Peter Böttcher).
Abb. 2 und 3: Schreiben P. Anselms an den Abt des Stiftes Seitenstetten, 19. April 1730 (Foto: Stiftsarchiv Seitenstetten).
Anmerkungen
- Stiftsarchiv Seitenstetten (künftig: StAS), 4.9.1.9.7, Schreiben vom 19. April 1733. – Zu Anselm Gerersdorfer siehe Franz Überlacker, Sonntagberg. Vom Zeichenstein zur Basilika (Sonntagberg 1968), S. 143f.
- Zur Wallfahrt auf den Sonntagberg grundlegend Überlacker 1968, sowie Franz Überlacker, Sonntagberg- Vom Hirtentraum zum Wallfahrtsort (Kultur.Region.Niederösterreich, Atzenbrugg [2014]).
- StAS, 4.9.1.9.7, Schreiben vom 19. April 1733.
- Der Begriff „religios“ bezieht sich auf Personen, die ein religiöses Leben nach einer anerkannten Regel führten, die also einen rechtlich-institutionellen Status innerhalb der Kirche besitzen. Inwieweit Maria Katharina Sewald dem Religiosentum im engeren Sinne zugehörig war, ist unklar. Die Legitimation ihrer Lebensweise unterstand jedoch kirchlicher Kontrolle.
- Zu weiblichen Handlungsspielräumen in androzentrierten und klerikalen Umfeldern vgl. Elisabeth Rifeser, Die Frömmigkeitskultur der Maria Hueber (1653–1705) und der Tiroler Tertiarinnen. Institutionelle Prozesse, kommunikative Verflechtungen und spirituelle Praktiken (Münster 2019), bes. S. 34; Edith Saurer, Einleitung, in: Die Religion der Geschlechter. Historische Aspekte religiöser Mentalitäten, hg. von Edith Saurer (L’Homme Schriften 1, Wien/Köln/Weimar 1995) S. 7–14, S. 8f.; Edith Saurer, Die Autobiographie des Thomas Pöschl. Erweckung, weibliche Offenbarungen und religiöser Wahn, in: Die Religion der Geschlechter. Historische Aspekte religiöser Mentalitäten, hg. von Edith Saurer (L’Homme Schriften 1, Wien/Köln/Weimar 1995), S. 169–212.
- Edeltraud Klueting, Fromme Frauen – unbequeme Frauen? Weibliches Religiosentum im Mittelalter (Hildesheimer Forschungen 3, Hildesheim/Zürich/New York 2006).
- Daria Barow-Bassilevitch, Elisabeth von Thüringen. Heilige, Minnekönigin, Rebellin (Ostfildern 2007); Julia Hörmann-Thurn und Taxis, Mächtige Fürstinnen – fromme Stifterinnen? Das Stiftungsverhalten der Tiroler Landesfürstinnen (13. und 14. Jahrhundert), in: Mächtige Frauen? Königinnen und Fürstinnen im europäischen Mittelalter, hg. von Claudia Zey (Vorträge und Forschungen 81, Ostfildern 2015), S. 365–407.
- Mathilde van Dijk, Female Spirituality in the Devotio Moderna: Sisters of the Common Life in Statutes, Sisterbooks, and Chronicles, in: Church History and Religious Culture 105/3–4 (2025) 399–428; John van Engen, Sisters and Brothers of the Common Life. The Devotio Moderna and the World of the Later Middle Ages (Philadelphia 2009).
- Exemplarisch: Frank-Michael Reichstein, Das Beginenwesen in Deutschland: Studien und Katalog, Berlin 2001; Das Beginenwesen im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. von Jörg Voigt, Bernward Schmidt u. Marco A. Sorace (Fribourg/Stuttgart 2015).
- Siehe etwa: Klosterfrauen, Beginen, Ketzerinnen: religiöse Lebensformen von Frauen im Mittelalter, hg. von Amalie Fößel u. Anette Hettinger (Idstein 2000).
- Die Episode der Versuchung Jesu in der Wüste wird in allen drei synoptischen Evangelien erzählt: Mk 1,12, Mt 4,1–11, und Lk 4,1–13. Als einer der frühesten und wirkmächtigsten Wüstenheiligen darf der hl. Antonius von Ägypten (gest. 356) gelten, dessen Lebensbeschreibung zu einer ,Mustererzählung‘ der Asketenlegende wurde. Siehe z. B. Manfred Clauss, Athanasius der Große. Der unbeugsame Heilige (Darmstadt 2016).
- Claudia Rapp, Desert, City, and Countryside in the early Christian Imagination, in: Church History and Religious Culture 86/1 (2006), S. 93–112.
- Alison I. Beach fasst zusammen, wie verschiedene Kirchensynoden von 465 bis 794 Gesetze zur Kontrolle weltlichen Einsiedlertums beschlossen, dieses jedoch nicht zum Verschwinden brachten: Alison I. Beach, „In diu desideratum mansiunculam“. Der Weg zum Inklusentum in den Heiligenviten von Verena und Wiborada, in: Konstanz und Wandel: religiöse Lebensformen im europäischen Mittelalter. Festschrift für Franz J. Felten zum 70. Geburtstag, hg. v. Gordon Blennemann, Christine Kleinjung und Thomas Kohl, Affalterbach 2016, S. 57–70, bes. S. 59. Beach verweist auch auf Otmar Doerr, Das Institut der Inclusen (Beiträge zur Geschichte des alten Mönchtums und des Benediktinerordens 18, Münster 1934), sowie Armin Basedow, Die Inclusen in Deutschland, vornehmlich der Gegend des Niederrheins um die Wende des 12. und 13. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung des Dialogus Miraculorum des Cäsarius von Heisterbach (Heidelberg 1895).
- Hubert Jedin, Kleine Konziliengeschichte. 6. Aufl. der Neuausgabe (Freiburg im Breisgau 1990), S. 47–50.
- Judith Rosen, Frauen im frühen Christentum: ihre Konversion – ihre Mission (Freiburg/Basel/Wien 2026).
- Gabriela Signori, Anchorites in German-speaking regions, in: Liz Herbert McAvoy (Hg.): Anchoritic Traditions of Medieval Europe, Woodbridge / New York 2010. S. 43–61; Jörg Voigt, Recluses in Medieval Germanic-speaking Lands, in: Quaderni di storia religiosa medievale 1 (2021), S. 345–369.
- Gabriela Signori, Ohnmacht des Körpers – Macht der Sprache. Reklusion als Ordensalternative und Handlungsspielraum für Frauen, in: Frauen zwischen Anpassung und Widerstand, hg. von Regula Ludi, Ruth Lüthi u. Regula Rytz (Beiträge der 5. Schweizerischen Historikerinnentagung (Zürich 1999), S. 25–42. In einer Auswertung von Quellen aus den Diözesen Linz, Passau, St. Pölten, Regensburg, Salzburg, Wien und weiteren aus dem süddeutschen Raum fand Otmar Doerr (1934) 396 Nennungen von Klausnerinnen und Klausnern, 293 davon Frauen. Dies umfassend eingeordnet bei: Astrid Breith, Inklusin, Klausnerin, Waldschwester. Lebensformen religiöser Frauen im Mittelalter. In: Wir Schwestern. Die vergessenen Chorfrauen von Klosterneuburg. Begleitband zur Ausstellung im Stift Klosterneuburg vom 26.4.–15.11.2024, hg. von Eva Schlotheuber, Jeffrey F. Hamburger u. Christina Jackel (Wien 2024), S. 182–192. Auch Nigel Palmer stellt bei seiner Spurensuche zu schreibenden Frauen im Mittelalter die Frage, ob die Lebensform als Inclusa eine Schreibtätigkeit ermöglicht haben könnte, vgl. Nigel Palmer, Deutschsprachige Autorinnen vor 1300. In: Zwischen Klausur und Welt. Autonomie und Interaktion spätmittelalterlicher geistlicher Frauengemeinschaften, hg. v. Eva Schlotheuber und Sigrid Hirbodian (Vorträge und Forschungen, hg. v. Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte, Ostfildern 2022), S. 247–284.
- Doerr 1934, S. 156.
- Frauen kommen z. B. in Norbert Almers Zusammenstellung nicht vor: Norbert Almer, Einsiedler und Waldbrüder im Wiener Neustädter Distrikt, in: Unsere Heimat 72/3 (2002), S. 195–207.
- StAS, 4.9.1.9.7, Schreiben vom 19. April 1733.
- StAS, 4.9.1.9.7, Schreiben vom 19. April 1733.
- Irene König, Pfarre, Kloster, Diözese. Kirchliche Strukturen im Umbruch, in: Niederösterreich im 18. Jahrhundert. Band 2: Gesellschaft, Kultur und Religion, hg. von Tobias E. Hämmerle, Josef Löffler, Elisabeth Rosner u. Martin Scheutz (St. Pölten 2024), S. 457–482.
- StAS, 4.9.1.9.7 (Einsiedelei – Seherin), Schreiben vom 20. Nov. 1691.
- Ebd., Schreiben von Petrus Rau um 1720 und Schreiben von Jakob Winter de Adlersflügel aus dem Jahr 1734.
- Diözesanarchiv Wien, Passauer Konsistorialprotokoll des Jahres 1720, PP 128, pag. 6f.: Das Passauer Konsistorium erlaubt die Besetzung einer Einsiedelei in Großau (Gemeinde Raabs an der Thaya, Bez. Waidhofen an der Thaya) für ein Jahr, unter der Bedingung, dass sich der Einsiedler in der Pfarrkirche nützlich mache und sich wohlverhalte. Diözesanarchiv Wien, Passauer Konsistorialprotokoll des Jahres 1740, PP 148, pag. 178: Der Eremit Nicolaus Mader möchte unter Vorweisung eines Attestats seines Wohlverhaltens seine Lizenz verlängern.
- Heinrich Güttenberger, Auf den Spuren der alten Einsiedler, in: Unsere Heimat 1 (1928), S. 51–62, S. 59.
- Überlacker [2014], S. 110f.
- Exemplarisch: StAS, 4.9.1.4.14.4.18, Rechnung des Franz Mechtel vom 14. Mai 1761.
- Vgl. Andrea Griesebner u. Christina Lutter, Mehrfach relational: Geschlecht als soziale und analytische Kategorie, in: Die Macht der Kategorien, hg. von Andrea Griesebner u. Christina Lutter (Wiener Zeitschrift zur Geschichte der Neuzeit 2/2, Innsbruck 2002) S. 3–5, S. 3.
- Die Legitimität von Mystikerinnen beispielsweise wurde durch deren Beichtväter, Inquisition und Ordensobere geprüft, vgl. Andreea Badea, On the Road to Sanctity? The Construction of María des Jesús des Ágreda as a Franciscan Saint between Missionary Zeal and Scholarly Debates, in: Birgit Emich/Daniel Sidler/Samuel Weber/Christian Windler (Hg.), Making Saints in a „Glocal“ Religion. Practices of Holiness in Early Modern Catholicism (Kulturen des Christentums – Neue Zugänge zur Frühen Neuzeit/Cultures of Christianity – New Approaches to Early Modern History 3, Leiden u. a. 2024), S. 227–248. Zum Beichtvater als bestimmende Instanz über die Legitimität sich zeigender Phänomene siehe auch Peter Dinzelbacher, Heilige oder Hexen? Schicksale auffälliger Frauen in Mittelalter und Früher Neuzeit, in: Die Religion der Geschlechter. Historische Aspekte religiöser Mentalitäten, hg. von Edith Saurer (L’Homme Schriften 1, Wien/Köln/Weimar 1995), S. 73–93, bes. S. 92. Zur Verwaltung weiblicher Frömmigkeit durch männliche Akteure siehe zudem Saurer 1995. Auch männliche charismatische Geistliche unterstanden kirchlicher Kontrolle, siehe dazu Petr Maťa, Zwischen Heiligkeit und Betrügerei. Arme-Seelen-Retter, Exorzisten, Visionäre und Propheten im Jesuiten- und Karmelitenorden, in: Jesuitische Frömmigkeitskulturen. Konfessionelle Interaktion in Ostmitteleuropa 1570–1700 hg. von Anna Ohlidal u. Stefan Samerski, (Stuttgart 2006), S. 177–206.
- Vgl. Joan W. Scott, Gender: A Useful Category of Historical Analysis, in: The American Historical Review 91 (1986), S. 1053–1075, bes. 1067.
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