Über Stefanie Pöschl

Stefanie Pöschl forscht am Institut für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz zur Geschichte der Psychiatrie des Grazer Feldhofs. Ihre 2025 abgeschlossene Masterarbeit „Von Hysterie zur Psychopathie. Zur Kontinuität weiblicher Pathologisierung am Grazer Feldhof 1945" bildet die Grundlage dieses Beitrags. In ihrer Dissertation untersucht sie psychiatrische Deutungsmuster und gesellschaftliche Zäsuren am Feldhof nach 1945 – mit besonderem Fokus auf die Bedingungen, unter denen bestimmte Leidenserfahrungen diagnostisch sichtbar werden konnten, während andere unsichtbar blieben. Daneben ist sie Mitarbeiterin im Ausstellungsteam des Graz Museums.

„Haltlos mit Wandertrieb“. Psychiatrische Diagnose, weiblicher Normbruch und die Historizät des ärztlichen Blicks

Was eine psychiatrische Diagnose über eine Patientin aussagt, sagt immer auch etwas über die Norm aus, von der sie abweicht. Anhand zweier Fälle aus dem Grazer Feldhof lässt sich zeigen, wie 1945 Überlebensstrategien als Krankheitssymptome gelesen wurden.

Von |2026-06-17T17:25:04+01:0015. Juni 2026|QuellenArbeit|0 Kommentare
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